Die Bahn – ein Trauerspiel

Es dürfte wohl bekannt sein, dass ich mit großer Überzeugung Bahn fahre. Allerdings fällt es mir immer schwerer, großzügig über die eklatanten Mängel hinwegzusehen:
Zu Ferienbeginn fehlen massenweise Wagen, weil ja niemand wissen kann, dass Leute in den Schwarzwald fahren wollen oder in die Schweiz oder so. Das Ergebnis sind völlig überfüllte Züge, die dann auch noch teilweise erhebliche Verspätung einfahren, weil die Beförderungsfälle mit Koffern, Kinderwägen oder Fahrrädern ja auch (o unvorhersehbare Komplikation) ein- und aussteigen müssen.

Und wenn dann der fast nicht vorherzusehende Fall eintritt, dass ein Zug pünktlich ist, dann steht die FDL in Karlsruhe auf die Bremse und gewährt den Reisenden eine wunderbare Aussicht auf Umspannwerk und Lokschuppen, indem sie die Signale auf rot stellt.
So geschah es fast jeden Abend entweder mit ICE 276 oder 70.

Warum???

Rückkehr – reumütig

Der Entzug (herrliches Wortspiel) war wohl doch zu heftig, die Frustrationen erheblich – die Bequemlichkeit hat gesiegt …

Seit Anfang dieser Woche fahre ich mit meiner 23. BC100 über die Schienen und genieße es, am Bahnhof einfach in den nächsten Zug steigen zu können. Mir war das doch zu blöd, immer wieder überlegen zu müssen, ob oder ob nicht …

Sag beim Abschied leise Servus …

Meine 22. (in Folge) BahnCard 100 ist voraussichtlich die letzte – leider! Ich weiß jetzt schon, dass ich sie vermissen werde, aber ein ergebnisoffenes Durchrechnen lässt keinen anderen Schluss zu.

Die Lage im Fernverkehr hier auf der Rheintalstrecke ist derart katastrophal, dass ich, um meine Reiseziele einigermaßen pünktlich zu erreichen, immer öfter auf den Regionalverkehr ausweichen muss. Und für den reicht das Deutschland-Ticket, das etwas mehr als ein Zehntel kostet.

Und derzeit gibt es ein Sonderangebot für die BahnCard 50 – dann kann ich immer noch in den ICE einsteigen, wenn mir die Viehtransporte des Regionalverkehrs allzusehr auf Zeiger gehen.

Jetzt teste ich die Kombi ein paar Wochen, um vor Mitte Dezember zu einer Entscheidung zu kommen; dann wird der Preis für die BC100 (mal wieder) unverschämt erhöht.

Innovativ – fürwahr

Die AVG hat im Bahnhof Marxzell im Albtal Puzzle-Teile im Bahnhof verteilt, damit den Fahrgästen das Warten auf die nächste Bahn nicht so lange wird. Ein äußerst gelungener Ansatz, wie ich meine.

Vielleicht wäre dies auch ein denkbarer Ansatz für die VBK – wobei ich mir vorstellen könnte, dass beim derzeitigen Umfang von Ausfällen der gesamte Bestand an Puzzles in der BRD nicht ausreichen dürfte.

Auch die DB könnte den Arbeitsmarkt bei Ravensburger oder anderen Herstellern ungeheuer ankurbeln, indem sie Puzzles mit 500000 Teilen in Auftrag gibt. Diese Größe könnte so ungefähr die Verspätungen im Fernverkehr widerspiegeln …