Mal wieder im Zoo

Heute fasste ich wild den Entschluss, meine Jahreskarte mal wieder in den Zoo zu tragen. Und dann die komplette Enttäuschung: der Eisbär war nicht zu sehen, weil sein Gehege gereinigt wurde und er wahrscheinlich Angst hatte, mithelfen zu müssen. Die hätten doch gestern oder morgen reinigen können – finde ich …

Dann bin ich halt einfach so ein bisschen durch die Anlage stolziert, habe mir kurz mit einem Ohr angehört, warum Pfleger nicht mehr zu den Elefanten gehen (weil da was passieren könnte) und ein paar nette Tiere abseits der großen Berühmtheiten gefunden.

Zugegeben: es war ein bisschen Nacharbeit erforderlich bei diesem Bild, und Lightroom hat auch KI beigesteuert, aber es geht doch noch – oder?

Und dann lief mir noch eine Pfauen-Mama mit drei Kleinkindern über den Weg:

Rückkehr – reumütig

Der Entzug (herrliches Wortspiel) war wohl doch zu heftig, die Frustrationen erheblich – die Bequemlichkeit hat gesiegt …

Seit Anfang dieser Woche fahre ich mit meiner 23. BC100 über die Schienen und genieße es, am Bahnhof einfach in den nächsten Zug steigen zu können. Mir war das doch zu blöd, immer wieder überlegen zu müssen, ob oder ob nicht …

Sag beim Abschied leise Servus …

Meine 22. (in Folge) BahnCard 100 ist voraussichtlich die letzte – leider! Ich weiß jetzt schon, dass ich sie vermissen werde, aber ein ergebnisoffenes Durchrechnen lässt keinen anderen Schluss zu.

Die Lage im Fernverkehr hier auf der Rheintalstrecke ist derart katastrophal, dass ich, um meine Reiseziele einigermaßen pünktlich zu erreichen, immer öfter auf den Regionalverkehr ausweichen muss. Und für den reicht das Deutschland-Ticket, das etwas mehr als ein Zehntel kostet.

Und derzeit gibt es ein Sonderangebot für die BahnCard 50 – dann kann ich immer noch in den ICE einsteigen, wenn mir die Viehtransporte des Regionalverkehrs allzusehr auf Zeiger gehen.

Jetzt teste ich die Kombi ein paar Wochen, um vor Mitte Dezember zu einer Entscheidung zu kommen; dann wird der Preis für die BC100 (mal wieder) unverschämt erhöht.

Sils 2024

Dieses Jahr war wieder Oberengadin angesagt. In den letzten Jahren habe ich fotografisch Vieles auf den Chip bannen können. Und so kam mir an einem der ersten Tage die Idee, ich könnte mal (wieder) die App „Argentum“ auf meinem iPhone nutzen.

Alle Bilder sind out of cam – höchstens ein bisschen zurechtgeschnitten.

Innovativ – fürwahr

Die AVG hat im Bahnhof Marxzell im Albtal Puzzle-Teile im Bahnhof verteilt, damit den Fahrgästen das Warten auf die nächste Bahn nicht so lange wird. Ein äußerst gelungener Ansatz, wie ich meine.

Vielleicht wäre dies auch ein denkbarer Ansatz für die VBK – wobei ich mir vorstellen könnte, dass beim derzeitigen Umfang von Ausfällen der gesamte Bestand an Puzzles in der BRD nicht ausreichen dürfte.

Auch die DB könnte den Arbeitsmarkt bei Ravensburger oder anderen Herstellern ungeheuer ankurbeln, indem sie Puzzles mit 500000 Teilen in Auftrag gibt. Diese Größe könnte so ungefähr die Verspätungen im Fernverkehr widerspiegeln …

Albéric Magnard: Guercœur

Hätte ich diese Überschrift vor einigen Wochen gelesen, außer einem Achselzucken wäre mir wahrscheinlich nichts eingefallen.

Aber immer schön der Reihe nach: am 27. April hörte ich morgens in SWR2 eine Ankündigung, dass am darauffolgenden Tag die Oper Guercœur von Albéric Magnard Premiere in Strasbourg hätte. Die Musikausschnitte zogen mich total in ihren Bann, und ich schaffte es tatsächlich, zwei Karten zu organisieren.

Und was soll ich sagen: eine absolute Entdeckung! Leider wird in Strasbourg immer nur nach Stagione-Manier gespielt, und das Stück ist also schon längst wieder Geschichte. Aber vielleicht kommt es ja mal wieder …

Wer mehr über das Stück wissen will: Wissenswertes gibt es hier zu lesen.

Um es kurz zu machen: die Sänger, der Chor, das Orchester, die Regie und der Dirigent waren grandios. Punkt.